WIYP020: Transphobikerpöbeltourette

Transphobie ist ein Thema, das Toby immer häufiger direkt und indirekt betrifft und von dem er auch immer öfter liest und hört. Heute sprechen wir ausführlich über das Thema und über einen speziellen Patienten mit dem Toby in der letzten Zeit erst wieder zu tun hatte. Außerdem gewähren wir Euch einen genauen Einblick in unsere Statistiken.

 

Dauer: 0:43:32

Shownotes:

Mit dabei:

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Das Kleingedruckte:

Diese Episode von What's in your pants? wurde am 12.09.2017 aufgenommen. Veröffentlicht wurde sie am 19.09.2017. Unser Podcast steht unter Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License Vielen Dank an Daniela vom ESC-Schnack, die unser Intro gesprochen hat. Die Musik dazu heißt "Beat your competition" und ist frei verwendbar aus der Youtube-Bibliothek.

5 Gedanken zu „WIYP020: Transphobikerpöbeltourette“

  1. Hallo Tobi,
    ich freu mich sehr über jede Ausgabe bla bla und so großartig bla bla 🙂 You name it 🙂

    Dating:
    Mir gehts da ganz genauso wie dir, vielleicht etwas heftiger. Als Transfrau habe ich mich anfangs auch auf den typischen Gay-Börsen rum getrieben. Wenn Frau sich selbst noch zu sehr als Mann sieht kommt es einem logisch vor, sich im Gay-Bereich umzusehen, denn da ist es kein Problem wenn Gegenüber (noch) sehr männlich aussieht. Rückblickend war dies aber absolute Zeitverschwendung denn die Gays, mit denen eine Transfrau sich dort treffen kann sind eben Männer, die auf Männer stehen. Da hat eine Frau im falschen Körper nichts zu suchen und wird im Zweifel nur verletzt und falsch behandelt.
    Aber auch in den normalen Plattformen hab ich als Transfrau so meine Probleme. Ich hab’s auf verschiedene Arten versucht.
    Entweder das Thema gar nicht erwähnen. Dann hat man im Zweifel ein nettes Date, aber kein zweites. Wenns richtig blöd läuft, wird man sogar vor aller Leute runter gemacht, beschimpft und beleidigt.
    Man kanns auch erwähnen aber dann nehmen die Gespräche eine krasse Wendung. Sobald man das Thema zur Sprache bringt, wird Frau vom empfindungsfähigen Menschen mit Wünschen, Träumen und Sorgen zum Fickstück. Dann zählt nur noch welche Stellungen, welches Spielzeug und welche geilen Klamotten bereit liegen. Und dann wird aus der Idee man treffe sich im Cafe direkt ein “zu mir oder zu dir”. Sehr frustrierend.
    Ich hab es sogar versucht in die Beschreibung im Profil einzusetzen. Das hat aber nur den Effekt, dass vor der Erkenntnis, man habe es hier mit einem Fickstück zu tun, das nette Gespräch direkt wegfällt und Mann aufs Wesentliche kommt.
    Lange Rede, kurzer Sinn, eine gute Lösung hab ich noch nicht gefunden. Alles was bisher gut lief, kam durch Zufall im Alltag zustande. Die Zeiten in denen man online noch wirklich jemanden kennen lernen konnte sind, glaube ich, vorbei.
    Penis !

  2. Und gleich nochmal Penis

    Job und Kündigung aufgrund von Trans*
    Dies ist mir zum Glück erspart geblieben, da ich weder Paradiesvogel bin noch sonst über die Stränge geschlagen habe. Auch arbeite ich als Softwareentwicklerin in einem Bereich, der sehr offen und modern ist. In jeder Hinsicht.
    Aber ich kann berichten von anderen Trans, denen es nicht so gut erging.
    Euer Beispiel mit der Tischlerin ist garnicht so schlecht. In meinem Fall ging es um eine Installateurin. Am Arbeitsplatz wird Werkskleidung getragen. Es gibt also nur marginalen Raum um überhaupt aufzufallen. Makeup, minimaler Schmuck. Selbst lackierte Fingernägel verschwinden in den Handschuhen. Aber egal wie qualifiziert man auch ist, es gibt immer was zum tratschen. Und wenn man keine Federboa zur Arbeit mitbringt dann kann man sich fast sicher sein, dass es ein Kollege tun wird. Es wird getratscht, es werden Unwahrheiten verbreitet die irgendwann beim Chef ankommen. Und ab irgendeinem Punkt entscheidet der Chef, um wieder mehr Ruhe in den Laden zu bekommen, dass der Störenfried gehen muss. Insbesondere für Transfrauen in traditionell maskulinen Jobs haben es hier besonders schwer. Cis-Frauen im selben Job in der selben Firma können ein Lied davon singen wie sehr man abstumpft, aber ein Sonderling wird nie langweilig. Hier haben es Transmänner deutlich leichter.
    Dies gilt halt generell für das Äußere. Transfrauen haben es leichter mit der OP, die gut erprobt und das Ergebnis ist für einen Cis-Mann später nicht mehr zu unterscheiden. Dafür sieht man eben je nach dem wie früh man mit den Hormonen anfangen konnte sein leben lang “irgendwie merkwürdig” aus. Transmänner haben das große Problem dass die OP echt nicht ohne ist und das Ergebnis bleibt immer eine Behelf. Dafür Sind wenige Monate Hormone ausreichend dass man einen Transmann nicht mehr als solchen im Stadtbild wahrnimmt.

    (PS: Zitiert ruhig hieraus, alles vorzulesen ist etwas zuviel des guten)
    8==D

  3. Hallo Toby, Jörn,

    ich überlege schon länger euch zu schreiben und habe mich jetzt dazu durch gerungen und stelle fest, das ich das nur über unsichere Kanäle kann. Der Blog unterstützt leider keine HTTPS-Verbindungen und eine unverschlüsselte E-Mail ist leider auch nicht mehr als eine Postkarte.
    Ich Versuchs daher über den Anonymisierungsdienst Tor und kann wegen mangelnder HTTPS-Verbindung dennoch keine Personenbezogenen angaben angeben. Ich hoffe das funktioniert.

    Ich hatte im Juli mein letztes Inner-Comming-Out und habe festgestellt, das ich doch nicht so sehr ein Mann bin wie ich dachte. Aktuell beschreibe ich mich als Non-Binary, Androgyne. Also in der Mitte des Genderspektrums.
    Wie wohl viele andere Leute in der Situation begann ich im Internet nach mehr zu dem Thema zu suchen und meinen Wissensdurst zu stillen. Da ich aber nicht meine gesamte Zeit am Bildschirm wissen aufsaugend verbringen konnte suchte ich gezielt nach Podcasts zu den Thema und fand “What’s in your pants?” und hörte (vermutlich) Folge 16. Dabei stellte ich fest wie unglaublich reflektiert und offen Toby von sich und den Zusammenhängen und Möglichkeiten berichtet. In den darauf folgenden 2 Tagen verschlang ich alle bis dato veröffentlichten Folgen und warte seitdem gespannt auf jeder weitere Folge.

    Auf diesen Wege möchte ich mich bei euch herzlichst bedanken. Es hat mir sehr geholfen zu sehen das Toby sich ähnliche Fragen(häufig im übertragenen sinne) stellt wie ich mir selbst, und damit entsprechend nicht allein bin. Besonders die hohe Re­flek­tiert­heit bietet für mich den Reiz diesen Podcasts.

    Weil ihr euch das vlt. Fragen werdet: ich bin Mitte/Ende Zwanzig und dabei mein Studium abzuschließen.
    Zum Thema Dating: Ich bin Pansexuell und mein erster Partner war ein Transmann.

    Grüße und Dank!

    1. An der Umstellung auf https arbeite ich (Jörn) hinter den Kulissen, das ist nur etwas aufwändiger, weil ich in dem Zusammenhang mehrere Podcasts in ein WordPress-Netzwerk überführen möchte. Eine Email-Adresse ist bei uns zwar Pflicht, um kommentieren zu können, sie wird aber nicht veröffentlicht und von uns im Regelfall auch nicht benutzt. Insofern ist es auch völlig wurscht, was Du da einträgst und das hast Du ja auch genau richtig erkannt.

      Abgesehen davon: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist sehr schön zu lesen, dass wir mit unserem Podcast anderen Menschen eine Hilfe sein können.

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